Schüler Union erklärt Neusser Schulschließungspläne für inakzeptabel
Die Pläne der Stadt Neuss und des Bürgermeisters Herbert Napp sind verheerend. Die Schließung von sechs Schulen lässt sich nicht durch die schwache Argumentation des Bürgermeisters stützen.
Eine klamme Kassenlage sollte als letztes ein Faktor für Schulschließungen sein. Anstatt an der Bildung zu sparen, sollte die Stadt Neuss ihre unangemessen Ausgaben, besonders im Kulturbereich (u.a. für das Landestheater) reduzieren. Die Förderung der Kinder und Jugendlichen, und damit der Zukunft, sollte in jedem Fall Vorrang haben.
Das Modell Hauptschule ist kein Auslaufmodell. Hauptschulen spielen in der Ausbildungswelt eine elementare Rolle. Von keiner anderen Schulform finden so viele Schulabgänger so schnell eine Ausbildung
wie Absolventen von Hauptschulen.
Eine dritte Gesamtschule in Neuss zu etablieren, dafür jedoch eine Haupt- und zwei Realschulen zu schließen, ist ein unannehmbarer Plan. Der Bürgermeister unterstützt mit seinem Vorhaben hier die
Pläne der Minderheitsregierung in NRW, ein Einheitsschulsystem zu erstellen, anstatt diesem entgegen zu wirken. Hier werden besonders den Leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten
genommen, die sie auf einer Haupt- oder Realschule hätten.
Es ist wichtig, dass bei den anstehenden Haushaltsberatungen wieder ein klarer Trend für Bildungspolitik und Förderung der Kinder und Jugendlichen der Stadt Neuss gesetzt wird. Sparen auf Kosten der Kinder ist unverantwortlich und hat fatale Folgen - und ist zudem unnötig.

